05.11.2025

OASENWALD

Tangermünde str. 127–129 12627 Berlin

50+

Helfer:innen

136

Fläche

400

Bäume und Sträucher

Als sich alle Projektbeteiligten zur ersten Besichtigung im Bürgergarten „Helle Oase“ in Hellersdorf trafen, wirkte die ausgewählte Fläche noch alles andere als ein zukünftiger Wald. Grober Kies, wenig Erde und eine Senke, in der sich bei Regen das Wasser sammelte, machten die Ausgangslage alles andere als einfach.

Doch genau diese Herausforderung nahmen MIYA Forest und die Projektpartner an. Gemeinsam mit den Teilnehmenden von KARUNAS „Freiwilligem Aktivistischen Jahr“ begann die aufwendige Bodenvorbereitung. Sie schuf die Grundlage dafür, dass aus der schwierigen Fläche überhaupt ein kleiner Wald entstehen konnte.

Gemeinsam wird aus einer kargen Fläche ein Wald

Am 5. November war es dann so weit. Rund 50 Freiwillige kamen zusammen, um die Fläche in den „Oasenwald“ zu verwandeln. Kinder aus der benachbarten Kita waren ebenso dabei wie engagierte Gärtner:innen aus dem Bürgergarten, Mitarbeitende von Amazon und freiwillige Helfer:innen aus der Nachbarschaft.

Schon nach kurzer Zeit war aus der kargen Fläche ein lebendiges Miteinander geworden. Kinder lachten, überall wurde gegraben und gepflanzt und viele unterschiedliche Menschen arbeiteten gemeinsam daran, den neuen Miniwald entstehen zu lassen.

Und dann ging alles überraschend schnell: Nach nur drei Stunden war der komplette Tiny Forest gepflanzt. Beim gemeinsamen Buffet danach war kaum zu glauben, wie viel sich innerhalb eines einzigen Vormittags verändert hatte.

Die eigentliche Herausforderung lag im Boden

Bevor gepflanzt werden konnte, musste allerdings eine Lösung für die ungewöhnlichen Bodenverhältnisse gefunden werden. Eine bis zu 50 Zentimeter dicke Kiesschicht machte die Fläche für eine klassische Bepflanzung nahezu unbrauchbar.

Statt den Kies vollständig und mit großem Aufwand abzutragen, entschieden sich die Beteiligten für einen anderen Weg. Die Fläche wurde aufgelockert und mit einer dicken Schicht aus Komposterde und aktivierter Pflanzenkohle aufgebaut.

So entstand ein neuer, fruchtbarer Boden, der Wasser speichern kann und den jungen Pflanzen gute Bedingungen für ihr Wachstum bietet. Gleichzeitig wurde ausgerechnet das Wasser, das sich zuvor problematisch auf der Fläche staute, zu einer wertvollen Ressource für den neuen Wald.

Mehr als 400 Pflanzen auf 136 Quadratmetern

Auf rund 136 Quadratmetern pflanzten die Helfer:innen mehr als 400 Bäume und Sträucher. Die Pflanzen wurden dicht gesetzt und gezielt für die besonderen Bedingungen des Standortes ausgewählt.

Neben heimischen Arten wächst hier auch die Schwarzerle, die mit feuchten Bedingungen besonders gut zurechtkommt und langfristig dazu beitragen kann, den Boden zu verbessern.

Durch die dichte Bepflanzung soll sich in den kommenden Jahren ein widerstandsfähiges kleines Ökosystem entwickeln, das Lebensraum für Insekten, Vögel und andere Tiere bietet.

Ein kleiner Wald mit großer Wirkung

Auf rund 136 Quadratmetern pflanzten die Helfer:innen mehr als 400 Bäume und Sträucher. Die Pflanzen wurden dicht gesetzt und gezielt für die besonderen Bedingungen des Standortes ausgewählt.

Neben heimischen Arten wächst hier auch die Schwarzerle, die mit feuchten Bedingungen besonders gut zurechtkommt und langfristig dazu beitragen kann, den Boden zu verbessern.

Durch die dichte Bepflanzung soll sich in den kommenden Jahren ein widerstandsfähiges kleines Ökosystem entwickeln, das Lebensraum für Insekten, Vögel und andere Tiere bietet.

Ein Wald für den Kiez

Was heute noch nach frisch gepflanzten Setzlingen aussieht, wird sich in den kommenden Jahren schnell verändern. Die Pflanzen werden dichter zusammenwachsen, der Boden wird lebendiger und nach und nach werden Insekten, Vögel und andere Tiere den neuen Lebensraum entdecken.

Gleichzeitig bleibt der Oasenwald eng mit den Menschen im Kiez verbunden. Der Bürgergarten wird ihn begleiten, pflegen und in seine Bildungsangebote einbeziehen.

Vom gemeinsamen Gärtnern bis zu Citizen-Science-Aktionen kann so unmittelbar vor Ort beobachtet werden, wie sich aus einer schwierigen, von Kies und Staunässe geprägten Fläche Schritt für Schritt ein lebendiger kleiner Wald entwickelt.