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19.11.2025
MINIWALD NEBENNAN
Otto-Rosenbergstr. 4 12681 Berlin
100
Helfer:innen
300
m² Fläche
1.200
Bäume und Sträucher
Der Pflanztag des „Miniwalds NeBENNan“ in Marzahn war anders als die vorherigen. Denn zu Beginn war noch nicht ganz klar, wohin die Reise führen würde. Erst wenige Tage zuvor hatten sich die ursprünglichen Pläne verändert, Flächen mussten neu gedacht und Entscheidungen kurzfristig getroffen werden.
Und trotzdem lag etwas in der Luft: die Gewissheit, dass hier etwas entstehen würde, das bleibt.
Am 19. November kamen schließlich mehr als 100 Menschen zusammen. Auf knapp 300 Quadratmetern pflanzten sie über 1.200 Bäume und Sträucher und verwandelten die Fläche gemeinsam in einen neuen, artenreichen Miniwald.
Plötzlich war alles anders
Ursprünglich waren zwei getrennte Bereiche geplant: eine größere „Wildnis-Oase“ und eine kleinere „Wildnis-Hecke“. Als sich herausstellte, dass die große Fläche nicht wie vorgesehen umgesetzt werden konnte, musste innerhalb kürzester Zeit umgeplant werden.
Also konzentrierte sich alles auf die kleinere Fläche daneben. Aus ihr sollte schließlich der „Miniwald NeBENNan“ werden. Auch der Name entstand nicht am Planungstisch, sondern gemeinsam mit den Menschen aus der Nachbarschaft.
Doch bevor überhaupt der erste Baum gepflanzt werden konnte, wartete bereits die nächste Herausforderung.
Eine Hauruck-Aktion unter der Erde
Unter der Grasnarbe verbargen sich Schutt, stark verdichteter Sand und teilweise sogar alte Betonplatten. Ein Boden, in den sich nicht einfach mehr als tausend junge Bäume und Sträucher setzen ließen.
Der Untergrund musste deshalb großflächig freigelegt und neu aufgebaut werden. Mit schwerem Gerät wurden alte Schichten entfernt und neue Erde aufgebracht. Innerhalb von nur zwei Tagen wurde die Fläche vollständig transformiert und für den Pflanztag vorbereitet.
Eine echte Hauruck-Aktion und bis zuletzt eine kleine Zitterpartie.
Mehr als 100 Menschen pflanzen gemeinsam
Am 19. November war es dann so weit. Mehr als 100 Menschen kamen zusammen, um den neuen Miniwald Wirklichkeit werden zu lassen. Zwei Schulklassen, eine Hortgruppe, Anwohnende, Mitarbeitende von Amazon, Vertreter:innen des Bezirks und viele weitere freiwillige Helfer:innen arbeiteten Seite an Seite.
Es wurde gegraben, gepflanzt, gelacht und erklärt. Zwischendurch stärkten sich die Helfer:innen bei warmer Suppe und konnten dabei beobachten, wie schnell sich die Fläche vor ihren Augen veränderte.
Die Stimmung war offen und herzlich, fast wie bei einem kleinen Nachbarschaftsfest. Menschen, die sich vorher nicht kannten, kamen miteinander ins Gespräch, tauschten sich aus und arbeiteten gemeinsam an etwas, das über den einzelnen Pflanztag hinaus Bestand haben wird.
Ein vielfältiger Wald auf knapp 300 Quadratmetern
Am Ende des Tages standen auf knapp 300 Quadratmetern mehr als 1.200 junge Bäume und Sträucher. Gepflanzt wurde eine dichte Mischung aus heimischen und klimaresilienten Arten. Ergänzt wurde sie durch essbare Gehölze, die sich viele Menschen aus der Nachbarschaft ausdrücklich gewünscht hatten.
Auch wenn die Fläche kleiner ausfiel als ursprünglich geplant, blieb das Ziel dasselbe: ein artenreicher und widerstandsfähiger Miniwald, der sich schnell entwickelt, neuen Lebensraum schafft und langfristig das Mikroklima verbessert.
Mit zunehmendem Wachstum wird der Miniwald außerdem den bestehenden Hochbeeten Schatten spenden und damit auch die bereits vorhandenen Grünstrukturen auf der Fläche ergänzen.
Aus Planänderungen entstehen neue Möglichkeiten
Der „Miniwald NeBENNan“ zeigt, dass Stadtentwicklung nicht immer geradlinig verläuft und dass gerade aus unerwarteten Wendungen neue Möglichkeiten entstehen können.
Was mit Planänderungen, schwierigen Bodenverhältnissen und erheblichem Zeitdruck begann, entwickelte sich zu einem Projekt, das von vielen Menschen aus der Nachbarschaft mitgetragen wurde.
In den kommenden Jahren wird sich die Fläche weiter verändern. Die jungen Pflanzen werden wachsen und dichter zusammenrücken, der Boden wird lebendiger und nach und nach entsteht ein kleiner Wald, der Tieren Lebensraum bietet und seine unmittelbare Umgebung spürbar verändert.
Veränderung ist möglich
Vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis dieses Pflanztages: Veränderung ist möglich, auch wenn nicht alles nach Plan läuft.
Aus einer kurzfristig neu gedachten Fläche ist innerhalb weniger Tage ein gemeinsames Projekt entstanden. Und aus mehr als 1.200 kleinen Setzlingen wächst nun Stück für Stück ein neuer Wald mitten in Marzahn.
















































































