am 05.11.2025 Pflanzten wir die:

Oasenwald

Tangermünde Str. 127-129 | 12627 Berlin

3

408

Bäume, Sträucher und Setzlinge

49+

Helfer:innen vor Ort

136

m² bepflanzte Fläche

Ablauf des Pflanztags

Mitten im Bürgergarten „Helle Oase“ entsteht mit dem „Oasenwald“ ein Tiny Forest an einem Ort, der zunächst kaum nach einem zukünftigen Wald aussah. Grober Kies, wenig Erde und eine tieferliegende Fläche mit Staunässe machten das Gelände lange schwierig nutzbar. Gemeinsam mit Miya Forest, den Projektpartnern und Teilnehmenden des „Freiwilligen Aktivistischen Jahres“ von KARUNA wurde die Fläche jedoch Schritt für Schritt vorbereitet und in einen neuen Lebensraum verwandelt.

Am 5. November kamen rund 50 Freiwillige zusammen, um den Oasenwald gemeinsam zu pflanzen. Kinder aus der benachbarten Kita, Menschen aus dem Bürgergarten, Mitarbeitende von Amazon und Helfer*innen aus der Nachbarschaft arbeiteten Seite an Seite. Innerhalb weniger Stunden entstand aus der kargen Fläche ein lebendiger Tiny Forest.

Ein Wald für Klima und Nachbarschaft

Der Oasenwald wurde bewusst nicht als klassischer Aufenthaltsort geplant. Durch seine kompakte Struktur übernimmt er vor allem wichtige ökologische Funktionen im direkten Umfeld. In Zukunft wird der Miniwald Schatten für angrenzende Asphaltflächen spenden, Regenwasser besser aufnehmen und die Biodiversität im Bürgergarten stärken.

Gleichzeitig bleibt der Oasenwald eng mit dem Kiez verbunden. Der Bürgergarten wird die Fläche langfristig pflegen und für Bildungsangebote, gemeinsames Gärtnern und Citizen-Science-Projekte nutzen. So entsteht nicht nur ein ökologischer Rückzugsort, sondern auch ein gemeinschaftlich genutzter Lern- und Erfahrungsraum.

Besonderheiten des Tiny Forest

Die größte Herausforderung des Oasenwalds lag im Boden selbst. Unter der Fläche befand sich eine bis zu 50 Zentimeter dicke Kiesschicht, die klassische Bepflanzung kaum möglich machte. Statt den Untergrund vollständig auszutauschen, wurde die Fläche aufgelockert und mit Komposterde sowie aktivierter Pflanzenkohle neu aufgebaut. Dadurch entstand ein fruchtbarer Boden, der Wasser speichern und den jungen Pflanzen langfristig gute Bedingungen bieten kann.

Auf rund 136 Quadratmetern wurden schließlich über 400 Bäume und Sträucher gepflanzt. Neben heimischen Arten wachsen hier auch Gehölze wie die Schwarzerle, die besonders gut mit feuchten Bedingungen zurechtkommt und den Boden langfristig verbessert. In den kommenden Jahren wird sich die Fläche sichtbar verändern und zu einem dichten kleinen Wald heranwachsen, der neuen Lebensraum für Tiere und Pflanzen schafft.