am 19.11.2025 Pflanzten wir die:

MINIWALD NEBENNAN

Otto-Rosenberg-Str. 4 | 12681 Berlin

3

12259

Bäume, Sträucher und Setzlinge

93+

Helfer:innen vor Ort

270

m² bepflanzte Fläche

Ablauf des Pflanztags

Der Pflanztag des „Miniwalds neBENNan“ begann unter besonderen Bedingungen. Erst wenige Tage zuvor hatten sich die ursprünglichen Planungen verändert und Flächen mussten kurzfristig neu gedacht werden. Was zunächst als zwei getrennte Bereiche vorgesehen war, wurde schließlich auf eine kleinere Fläche konzentriert, die später von der Nachbarschaft selbst den Namen „Mini-Wald neBENNan“ erhielt.

Zusätzliche Herausforderungen brachte der Boden mit sich. Unter der Grasfläche lagen Schutt, verdichteter Sand und alte Betonreste, die zunächst entfernt werden mussten. Innerhalb von nur zwei Tagen wurde die Fläche mit schwerem Gerät vorbereitet, neu aufgebaut und rechtzeitig zur Pflanzung nutzbar gemacht.

Am 19. November kamen schließlich mehr als 100 Menschen zusammen, um den neuen Miniwald gemeinsam zu bepflanzen. Schulklassen, Hortgruppen, Nachbarinnen und Nachbarn, freiwillige Helferinnen und Helfer sowie Mitarbeitende von Amazon arbeiteten Seite an Seite. Zwischen Pflanzaktionen, Gesprächen und gemeinsamer Pause entstand eine offene und herzliche Atmosphäre, die den Tag fast wie ein Nachbarschaftsfest wirken ließ.

Miniwald NeBENNan

Auf knapp 300 Quadratmetern entstand mit dem „Mini-Wald neBENNan“ ein dichter, artenreicher Miniwald mitten in der Nachbarschaft. Gepflanzt wurden über 1.200 heimische und klimaresiliente Bäume und Sträucher, ergänzt durch essbare Gehölze, die sich viele Menschen aus dem Kiez ausdrücklich gewünscht hatten.

Auch wenn die Fläche kleiner ausfiel als ursprünglich geplant, blieb die Idee dieselbe: ein widerstandsfähiger Wald, der langfristig das Mikroklima verbessert, Lebensraum schafft und die Umgebung nachhaltig verändert. In den kommenden Jahren werden die Pflanzen zusammenwachsen und einen lebendigen kleinen Wald entstehen lassen, der zusätzlich Schatten für die angrenzenden Hochbeete bietet.

Besonderheiten des Tiny Forest

Der „Mini-Wald neBENNan“ zeigt besonders deutlich, dass Stadtentwicklung nicht immer geradlinig verläuft. Gerade die kurzfristigen Änderungen, der Zeitdruck und die unerwarteten Herausforderungen führten am Ende zu einem Projekt, das umso mehr Menschen zusammenbrachte.

Besonders war nicht nur die spontane Umplanung der Fläche, sondern auch die enge Beteiligung der Nachbarschaft. Viele Entscheidungen, Wünsche und Ideen entstanden direkt vor Ort gemeinsam mit den Menschen aus dem Kiez. Dadurch wurde der Tiny Forest nicht nur zu einem ökologischen Projekt, sondern gleichzeitig zu einem Ort für Begegnung, Zusammenarbeit und gemeinschaftliche Veränderung.

Vielleicht liegt genau darin die wichtigste Erkenntnis dieses Tages: Dass selbst unter schwierigen Bedingungen etwas entstehen kann, das langfristig Wirkung zeigt – für die Natur ebenso wie für die Menschen vor Ort.